Auswertung · Ads-Performance

Werbekosten pro Artikel - Ads-Zahlen und Wawi-Umsätze zusammen

Die Ads-Auswertung legt Google- und Amazon-Werbekosten neben die echten Umsätze aus JTL-Wawi - bis auf Artikelebene. So fallen die SKUs auf, die mit Werbung Geld verbrennen, und die, die mehr Budget verdienen.

Was die Ads-Auswertung zeigt

Werbekonten rechnen in Kampagnen, die Warenwirtschaft in Artikeln - und dazwischen verschwindet die entscheidende Frage: Welcher Artikel verdient an seiner Werbung, welcher zahlt drauf? Die Ads-Auswertung führt beide Welten zusammen: Spend, Klicks, ROAS und ACOS aus Google Ads und Amazon Ads stehen neben den echten Umsätzen aus JTL-Wawi, von der Plattform-Übersicht bis zur einzelnen SKU.

Warum die Kampagnensicht nicht reicht

In der Kampagnenansicht des Werbekontos sieht alles gut aus, solange der Durchschnitt stimmt. Aber ein Kampagnen-ROAS ist ein Mittelwert über Dutzende Artikel - und Mittelwerte verstecken Verlierer zuverlässig.

Beispiel mit Zahlen

Ein Zubehör-Artikel macht 63 € Umsatz im Monat - und bekommt 90 € Shopping-Spend: ein ACOS von 143 %, jeder beworbene Verkauf kostet mehr, als er bringt. In der Kampagnenansicht fällt das nicht auf, denn die Kampagne gesamt läuft mit einem ROAS von 2,1 - also 2,10 € Umsatz je Werbe-Euro.

Das Gegenstück steht in derselben Tabelle: Der Brand-Suchbegriff läuft mit ROAS 9. Dort ist Budget-Aufstockung der bessere Hebel als jede Optimierung am Verlierer-Artikel.

Erst die SKU-Ebene neben den Wawi-Umsätzen macht beide Fälle sichtbar - den stillen Geldverbrenner und den unterfinanzierten Gewinner.

Die Kennzahlen kurz erklärt

  • ROAS (Return on Ad Spend): Werbeumsatz geteilt durch Werbekosten. Die Effizienz-Zahl der Kampagnenwelt.
  • ACOS (Advertising Cost of Sales): Werbekosten geteilt durch Werbeumsatz - dieselbe Information als Kostenquote. 20 % ACOS heißt: jeder fünfte beworbene Euro geht an die Plattform.
  • Blended TACOS: Werbekosten geteilt durch den Gesamtumsatz des Kanals, organisch eingeschlossen - die ehrlichere Sicht, weil sie zeigt, wie abhängig das Geschäft von bezahltem Traffic ist. Den Unterschied im Detail erklärt der Guide ACOS vs. TACOS.
Ads-Performance im JTL-Dashboard - Spend, ROAS, ACOS und Blended TACOS neben den Wawi-Umsätzen
Die Ads-Übersicht im JTL-Dashboard (Demo-Daten) - Werbekennzahlen direkt neben den Wawi-Umsätzen.

So kommen die Daten rein

Google Ads wird automatisch synchronisiert - einmal eingerichtet, laufen die Zahlen täglich ein. Amazon Ads kommt bewusst per Report-Upload aus Seller Central: kein API-Zugriff auf Ihr Verkäuferkonto, keine Freigabe-Prozedur, Sie behalten die Hand auf Ihren Daten. Ein Report pro Monat genügt für die SKU-Auswertung.

Was Sie daraus machen

  • Die ACOS-Ausreißer-Liste prüfen: Artikel mit ACOS über 100 % sind Sofortkandidaten - Gebot senken, ausschließen oder das Listing reparieren.
  • Gewinner aufstocken: SKUs mit starkem ROAS und stabiler Lieferbarkeit vertragen mehr Budget - das ist meist der schnellere Hebel als Verlierer-Optimierung.
  • Werbung gegen Bestand halten: Werbung auf Artikel ohne Lagerbestand ist verbranntes Geld. Der Quercheck zum Bestellvorschlag gehört in die Wochenroutine.
  • TACOS im Trend beobachten: Steigt der Blended TACOS bei stabilem ACOS, wächst der bezahlte Anteil am Geschäft - ein strategisches Signal, kein Kampagnenproblem.

Häufige Fragen

ACOS misst die Kampagne (Werbekosten zu Werbeumsatz), TACOS das Geschäft (Werbekosten zu Gesamtumsatz inklusive organischer Verkäufe). Eine Kampagne kann stabil gut aussehen, während das Geschäft immer abhängiger von Werbung wird - ausführlich erklärt im Guide ACOS vs. TACOS.

Per Report-Upload: Sie laden den Sponsored-Products-Bericht aus Seller Central herunter und ziehen ihn ins Dashboard. Kein API-Zugriff auf Ihr Verkäuferkonto nötig. Die Zuordnung zu Ihren Artikeln läuft über die SKU.

Aktuell Google Ads (automatische Synchronisation) und Amazon Ads (Report-Upload). Beide landen in derselben Auswertung und sind gemeinsam oder getrennt filterbar.

Ja. Die Werbekosten pro SKU fließen als „Profit nach Ads“ in die Profitabilitäts-Auswertung ein - die Marge eines Artikels ist dann nach Einkauf und nach Werbung gerechnet.

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Stand: Juni 2026