JTL-Wawi enthält viele Daten. Die operative Frage ist nicht, ob die Zahlen da sind, sondern welche davon täglich entscheidbar werden.
Die eingebauten Statistiken zeigen solide Grundzahlen, sind aber auf vordefinierte Sichten begrenzt. Sobald eine Frage quer zu diesen Sichten liegt, etwa Umsatz nach Retouren je Plattform oder Reichweite je Warengruppe, beginnt die Handarbeit in Excel. Genau dort entstehen Fehler und veraltete Stände.
Entscheidbar wird ein Tag mit wenigen, klaren Kennzahlen statt mit hundert Diagrammen. In der Praxis bewähren sich: Netto-Umsatz nach Retouren, Bestand und Reichweite je Artikel, Sortiments-Klassifizierung (Renner/Penner), Plattform-Mix und, falls Werbung läuft, Ads-Kennzahlen bis auf Artikelebene.
Der direkte Weg führt über SQL auf der Wawi-Datenbank oder über eine vorgelagerte Auswertungsschicht, die die Daten täglich aufbereitet. So entstehen Custom-Reports, die genau die eigenen Fragen beantworten, statt sich an die Standard-Sichten anzupassen.
Ein Excel-Report ist eine Momentaufnahme, die jemand von Hand zusammenbaut und die ab dem nächsten Tag veraltet. Ein Dashboard ist eine laufende, immer aktuelle Sicht mit konsistenter Rechenlogik. Der eigentliche Gewinn ist nicht die Optik, sondern dass alle auf denselben, nachvollziehbaren Wert schauen.
Automatisieren lässt sich das Sammeln, Rechnen und Aktualisieren der Kennzahlen. Die Interpretation, also welche Maßnahme aus einer Zahl folgt, bleibt menschlich. Gute Auswertungen nehmen die Fleißarbeit ab und machen die Entscheidung leichter, sie ersetzen sie nicht.
Ja. Es gibt fertige Auswertungs-Dashboards, die direkt auf den JTL-Wawi-Daten aufsetzen und Umsatz, Lager, Sortiment, Plattformen und Ads auf einen Blick zeigen, ohne Excel-Export. Alternativ lassen sich eigene SQL-Auswertungen direkt auf der Datenbank bauen.
Über Custom-Reports direkt auf der Wawi-Datenbank (SQL) oder eine vorgelagerte Auswertungsschicht, die täglich aktualisiert. So lassen sich Kennzahlen abbilden, die die Standard-Statistik nicht kennt.
Indem Retouren stück- und wertbasiert je Artikel und Plattform gegengerechnet werden, statt nur den Bruttoumsatz zu betrachten. Erst dann zeigt sich der echte Netto-Abverkauf.
Über die Kombination aus Abverkauf, Bestand und Reichweite, nicht nur über den Umsatz. Ein Artikel mit hohem Umsatz, aber riesigem Bestand bindet Kapital, ein kleiner Schnelldreher kann wichtiger sein.
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Reporting-Bedarf besprechen →Stand: Juni 2026 · zuletzt aktualisiert