Ja - ein JTL-Wawi-Dashboard braucht kein Power BI. Power BI verlangt ein Datenmodell, DAX-Formeln, eine Lizenz und meist ein Beratungsprojekt, bevor die erste Zahl steht. Ein fertiges Dashboard läuft direkt auf Ihren JTL-Wawi-Daten und zeigt Umsatz, Bestand und Rohertrag sofort - auf Wunsch per KI abfragbar.
Die Frage taucht im JTL-Forum immer wieder auf: „Ich hätte gern eine Gesamtübersicht über Umsatz, Wareneinsatz, Rohgewinn, Marge und Bestand - direkt aus der Wawi." Die häufigste Antwort lautet dann: SQL selbst schreiben oder Power BI aufsetzen. Beides ist ein eigenes Projekt. Dabei ist der Wunsch eigentlich einfach - die Zahlen auf einen Blick, ohne vorher ein Werkzeug zu bauen.
Warum das Standard-Dashboard der JTL-Wawi oft nicht reicht
Die Wawi bringt ein eigenes Dashboard mit, aber im Alltag stößt es schnell an Grenzen:
- Es ist an den Client gebunden. Was Sie sehen, hängt am Arbeitsplatz - eine geteilte Sicht fürs Team oder fürs Handy gibt es nicht.
- Kein Verlauf. Sie sehen den Ist-Zustand, aber nicht die Entwicklung: Wie hat sich der Lagerwert über die letzten Monate bewegt? Welcher Artikel dreht sich langsamer als vor einem Jahr? Diese Historie führt die Wawi nicht mit.
- Es wird bei größeren Datenmengen träge - ein wiederkehrender Punkt in den Foren, wenn das Sortiment wächst.
Genau an dieser Stelle greifen viele zu Power BI. Und handeln sich damit ein zweites Werkzeug ein, das erst gelernt und aufgebaut werden will.
Was ein Power-BI-Projekt wirklich verlangt
Power BI ist mächtig - aber es ist ein Baukasten, kein fertiges Dashboard. Bevor die erste belastbare Kennzahl steht, fällt an:
- Datenzugang und -modell. Jemand muss die richtigen Tabellen der Wawi-Datenbank verbinden und ein sauberes Modell bauen (welche Tabelle hängt an welcher, welche Kennzahl kommt aus welchem Feld).
- Formeln (DAX). Umsatz netto, Rohertrag, Retourenquote - jede Kennzahl ist eine Formel, die korrekt definiert werden muss. Ein Fehler hier, und die Zahlen sehen plausibel aus, sind aber falsch.
- Lizenz und Betrieb. Für geteilte, automatisch aktualisierte Berichte braucht es die kostenpflichtigen Editionen und einen Ort, an dem der Bericht regelmäßig neu lädt.
- Meist ein Dienstleister. In der Praxis wird daraus ein Beratungsprojekt - und jede neue Auswertung später ist wieder ein kleines Projekt.
Für Unternehmen mit eigener BI-Abteilung ist das der richtige Weg. Für den Händler, der einfach seine Zahlen sehen will, ist es ein großer Umweg.
Der Unterschied: ein fertiges Dashboard auf Ihren Wawi-Daten
Die Alternative ist ein Dashboard, das die Modellierung schon mitbringt und direkt auf Ihren JTL-Wawi-Daten läuft. Kein Datenmodell bauen, keine Formeln definieren - die Kennzahlen sind fertig gerechnet und stehen sofort. Genau so ist unser JTL-Dashboard aufgebaut: Es hängt an der Wawi und zeigt Umsatz, Bestand und Rohertrag als Arbeitsnachweis, ohne dass Sie vorher etwas einrichten.
Der praktische Unterschied im Alltag:
- Sofort statt Setup. Angeschlossen an die Wawi, Zahlen da. Kein Wochen-Projekt vorweg.
- Geteilt und ortsunabhängig. Web-Zugang - auch vom Handy, auch fürs Team, nicht an einen Client gebunden.
- Mit Verlauf. Bestandswert, Reichweite, Umsatzentwicklung werden fortgeschrieben, sodass Trends sichtbar werden - nicht nur der Ist-Stand.
Welche Kennzahlen Händler wirklich sehen wollen
Aus den immer gleichen Forenfragen lässt sich die Liste gut ableiten:
- Umsatz nach Artikel, Kunde, Warengruppe und Zeitraum.
- Wareneinsatz und Rohertrag als Orientierung, wo Geld hängen bleibt. Wichtig: Rohertrag und Marge sind nur so gut wie die hinterlegten Einkaufspreise - als Richtungssignal wertvoll, aber keine centgenaue Entscheidungsgrundlage.
- Bestand und Lagerwert samt Entwicklung - inklusive der stichtagsbezogenen Bewertung, die die Bordmittel so nicht führen.
- Offene Aufträge und Liquiditätsausblick - was ist noch nicht fakturiert, was kommt wann rein.
- Ladenhüter und Renner - welche Artikel Kapital binden, welche das Geschäft tragen.
Das sind keine exotischen Sonderauswertungen, sondern der Standard, den fast jeder Händler braucht - und genau deshalb sollte er nicht jedes Mal neu gebaut werden müssen.
Und wenn die KI direkt die Zahlen beantworten soll?
Ein Dashboard zeigt die Kennzahlen, die vorbereitet sind. Manchmal will man aber einfach fragen: „Welche zehn Kunden haben letzten Monat am meisten gekauft?" Genau dafür lässt sich der Datenzugriff so einrichten, dass ein KI-Assistent die Wawi-Daten direkt beantwortet - in normaler Sprache, ohne SQL. Wie sich dieser Zugriff von der klassischen Schnittstelle unterscheidet, steht im Artikel MCP oder REST-API für die JTL-Wawi.
Kurz gesagt
Power BI ist ein Werkzeug zum Selberbauen. Wer nur seine JTL-Zahlen sehen will, braucht das nicht: Ein fertiges Dashboard läuft direkt auf den Wawi-Daten, zeigt Umsatz, Bestand und Rohertrag sofort, behält den Verlauf und lässt sich teilen. Der Aufwand entfällt genau dort, wo er beim Selbstbau am größten ist.